Antirassistische Freiraum-Demo am 10. Oktober in Essen

Essener Antirassist*innen und Freiraum-Aktivist*innen organisieren am Samstag, den 10. Oktober eine antirassistische Freiraum-Demonstration. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Willy-Brandt-Platz (HBF). Die Demo, die am Firmensitz von European Homecare vorbeizieht, wird es sich sicher nicht nehmen lassen, in diesem Kontext auch die neusten Schweinereien des Unternehmens in Sachen Geflüchtetetenunterbringung zu thematisieren. Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Kampagne AFFE.

Für ein autonomes Refugee Welcome Center auf dem Kruppgelände Frohnhauser Straße 95!

Antira-Freiraumdemo am 10.10. in Essen

Antira-Freiraumdemo am 10.10. in Essen

Angesichts der steigenden Zahl von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt in unserer Nachbarschaft Zuflucht suchen, wird es dringend notwendig, in der Stadt Räume für Austausch und Begegnung zu schaffen. Wir wollen nicht weiter zusehen, wie Leute, die nichts weiter als ihre Menschenrechte in Anspruch nehmen, Strukturen ausgeliefert werden, die Ausgrenzung, Resignation und Angst vor Abschiebung bedeuten.

Die öffentlich zur Schau gestellte „Überforderung“ der staatlichen Verwaltung schreit geradezu nach Selbstverwaltung. Es gibt besonders im Ruhrgebiet genug Leerstand den wir gemeinsam mit Menschen aus aller Welt in etwas Positives verwandeln können. Wo ist das Problem wenn in die geschrumpften Städte wieder ein paar Tausend Leute zuziehen? Wir fordern Bleiberecht für alle und möchten gemeinsam mit Geflüchteten Strukturen für ein friedliches und gerechtes Miteinander aufbauen.

Ein geeigneter Ort für ein solches „Refugee Welcome Center“ ist zum Beispiel das Kruppgelände an der Frohnhauser Straße 95, welches bereits im letzten Jahr für einen Tag besetzt wurde. Es bietet viel Platz zum wohnen und arbeiten sowie für kulturelles, künstlerisches und soziales Programm.

Für den Aufbau und Betrieb ist sehr viel Unterstützung notwendig. Wir sind uns sicher, dass sich unter den hier ankommenden Menschen viele befinden, die mit Freude an einem solchen Projekt mitarbeiten würden. Außerdem bräuchte es die Hilfe von Nachbar*innen, Dolmetscher*innen, Handwerker*innen, Anwält*innen, Ärzt*innen usw., die wir hiermit zur Unterstützung aufrufen möchten.

Darüber hinaus wird natürlich auch Geld gebraucht. Neben dem Geld, welches den Geflüchteten von staatlicher Seite für die Unterbringung zusteht, wollen wir über eine Spenden- und Crowdfunding-Kampagne Einnahmen für das Projekt sammeln. Zudem fordern wir von der Thyssen-Krupp AG die Überlassung des Grundstückes und die notwendigen Investitionen zur Instandsetzung der Gebäude.

Aktion für Freiräume Essen